St. Marien Quickborn

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Gemeindetage 2001 - Rückblick (2)

Teil 1  -   Teil 2

Mittwoch,
07.02.
Das heutige Thema war die Musik. Und so lautete das Motto für den Tag "Singt dem Herrn ein neues Lied" - ein leichterer Zugang zum Glauben?.
Um 9.00 Uhr feierten die ersten eine Heilige Messe mit Pater Kasper, der wie gewohnt zum Thema predigte. Interessierte fanden sich danach zum Gespräch zusammen.
Für die Jugend wurde es heute ab 18.00 Uhr wieder spannend, denn beim täglichen Jugendtreff wurde das Thema "Liebe, Freundschaft, Partnerschaft" diskutiert. 
Um 19.30 Uhr begann dann eine Eucharistiefeier, die ganz im Zeichen der Musik stand. Ein kleiner musikalischer Marathon begann. Während der Feier sangen der Jugend- und der Kirchenchor. Vom Gospel über Taizégesang und Psalm bis hin zu romantischen Werken von Johannes Brahms wurde alles geboten. Aber nicht nur uns vertraute Musik erklang: Familie Owosekun zeigte, wie in Nigeria Musik gemacht wird. Auch die Orgel kam an diesem Abend in besonderer Weise zur Geltung. Vergessen werden darf natürlich auch nicht das Trio (Geige, Flöte, Orgel), das während der Kommunion spielte.
In seiner Predigt sprach Pater Kasper natürlich auch über die Musik. Er skizzierte zum einen den Verlauf der kirchenmusikalischen Entwicklung, zum anderen machte er deutlich, welche Bedeutung die Musik für eine Gemeinde haben kann: Wer singt, betet doppelt. Zur Verdeutlichung, dass in der heutigen Zeit auch ganz andere Musikformen durchaus religiösen Charakter aufweisen, spielte Pater Kasper ein Stück von Sabrina Setlur, die Bibeltexte verrappte.
Zum Tagesausklang sang das Quartett Viertissimo in einer anschließenden Meditation drei Stücke von Heinrich Schütz und Felix Mendelssohn.
 
Musiker Frau Steincke an der Orgel
   
Donnerstag,
08.02.
Die Grenzen unseres Handelns - Menschenwürde am Beispiel der Gentechnik und Euthanasie. Dies war das Thema des Donnerstag - eines, das die Menschen wohl sehr beschäftigt, denn bei der abnedlichen Diskussionsrunde waren so viele Teilnehmer wie noch nie.
Ab 09.00 Uhr machte sich Pater Kasper auf den Weg, um Gemeidemitglieder zu besuchen, die dies zuvor angemeldet hatten. 
Um 15.00 Uhr feierten dann die Senioren Heilige Messe, in der auch das Sakrament der Krankensalbung gespendet wurde. 
Und wie jeden Abend traf sich die Jugend ab 18.00 Uhr zum Jugendtreff, bei dem es wieder lecker Abendbrot gab.
Spannend wurde es dann ab 19.30 Uhr. In dem Wortgottesdienst predigte Pater Kasper über Menschenwürde, Gentechnik und Euthanasie. 
 
Pater Kasper predigt mit Leib und Seele. Pater Kasper
   

Auch in der darauffolgenden Diskussionsrunde wurden spannende Fragen erörtert: Hier einige Gedanken sowohl aus der Predigt als auch aus der Diskussionsrunde: Genamaipulation - der Mensch beginnt, die Sprache Gottes zu lernen, ihm fehlt dabei aber Gottes Weitsicht und absolute Liebe. Alles wird möglich - der perfekte Mensch kann nach Wunschvorstellungen zusammengebastelt werden. Was passiert, wenn man alles über einen Menschen weiss, z.B. welche Krankheiten er im Laufe seines Lebens bekommt - hat dieser Mensch überhaupt noch eine Chance in der Gesellschaft (Arbeit)? 
Kann man Forschung verbieten oder gesetzlich regeln - oder forscht der Mensch sowieso alles, was möglich ist? Trotzdem wichtig, dass moralische, ethische Werte vermittelt werden, z.B. durch die Kirche, um Gegenakzente zu setzen.
Viele Krankheiten werden heilbar und der Mensch wird immer älter - Konsequenzen für unsere Gesellschaft? - Altersversorgung? Umgang mit dem Tod?
Nicht alles sollte machbar sein. Fehlt dem Menschen vielleicht die Fähigkeit, auch noch Ja zum Leid zu sagen, sich mit erwas abzufinden und sein Leben in Gottes Hände zu legen?
Gedanken zur Abtreibung. Pränatale Diagnostik - Chancen und Risiken. Patiententestament; aktive und passive Sterbehilfe.

   
Freitag,
09.02.
Der Glaube als Basis unserer Gemeinde! - Wie wird der Glaube gelebt? Sind Zweifel erlaubt?
Unter diesem Thema stand die um morgendliche Heilige Messe, in deren Anschluss wieder Möglichkeit zum Gespräch bestand.
Für die Jugend war heute ein besonderer Tag,  denn um 19:00 Uhr öffnete der Jugendkeller wieder seine Pforten. Bis 22.00 Uhr wurde Musik nach Wunsch aufgelegt, so dass die 40 Kinder und Jugendlichen neben Kicker und Tischtennis eine Menge Spaß hatten.
In gewohnter Weise fand dann um 19:30 Uhr auch wieder eine Abendmesse mit Predigt zum Thema statt, das dann anschließend im Gemeindehaus diskutiert wurde. Der Abend endete um 22.00 Uhr mit einer Abendmeditation.
   
Samstag,
10.02.
Der heutige Tag stand unter dem Thema Der Gottesdienst als kleiner menschlicher Lebensweg! - Ist die Feier der Eucharistie wirklich langweilig?
Ab 15:00 Uhr bestand die Gelegenheit zum persönlichen Gespräch oder zur Beichte. 
Im weiteren Verlauf des Nachmittages fand dann ein Bibelgespräch statt. 
Um 18:30  wurde Heilige Messe gefeiert, in der Pater Kasper "traditionsgemäß" zum Thema des Tages predigte.
Anschließend traf man sich im Gemeindehaus in gemütlicher Runde, in der auch die Homepages der Gemeinde auf Großleinwand präsentiert wurden.
   
Sonntag,
11.02.
Mit einerm feierlichen Abschlussgottesdienst endeten die Gemeindetage 2001. Pater Kasper ermutigte uns, unseren Weg als Christen sichtbar weiterzugehen, Zeichen zu setzen und den Neubau der Kirche als eine großé Chance zu begreifen. Eine Gemeinde, die hoffentlich noch viel bewegen kann.

Wir alle danken Pater Kasper für eine sehr gelungene Woche, die sich durch interessante Gespräche und Diskussionen auszeichnete und auch den ein oder anderen spirituellen Impuls geben konnte.

   
Teil 1