St. Marien Quickborn

St. Marien Quickborn - Kurzer Kamp 2 - 25451 Quickborn - Tel.: 04106 / 2422 - E-Mail - Öffnungszeiten
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Rundfunkansprachen

    Aschermittwoch - 28.02.2001
     
    Frage an Mädchen und Jungen im Grundschulalter: Wer kann von sich behaupten, dass er in seinem Leben bisher alles richtig gemacht hat, hilfsbereit war und noch nie jemanden enttäuscht hat. Wer so gelebt hat, so wie Gott sich das vorstellt, der kann jetzt die Hand heben.“ Diese Frage bewegte die Mädchen und Jungen. Niemand wagte die Hand zu heben. Auch ich nicht. Und Sie? Wer kann wirklich von sich sagen, so gelebt zu haben, wie es vor den Augen Gottes recht ist?
     
    Schuldig werden – eine bittere Wahrheit, die oft verdrängt wird. Genauso wie die Wahrheit, die uns am heutigen Aschermittwoch wird uns eine weitere herbe Wirklichkeit vor Augen gehalten wird. Sie lautet: Unser irdisches Leben hat einmal ein Ende. Was wird dann mit uns sein? Mit unserer Schuld? Werden wir vor Gott bestehen können?
     
    Die Gottesdienstfeier am Aschermittwoch kennt einen eigentümlichen Brauch. Wer es möchte, kann sich mit Asche ein Kreuz auf die Stirn zeichnen lassen. Dabei wird gesagt: „Bedenke, Mensch, du bist Staub, und zu Staub kehrst du zurück.“ Und ergänzend das ermunternde Wort: „Bekehre dich und glaube an das Evangelium.“ Ein Wort, das es gut meint mit allen, die, wie du und ich, nicht sagen können, dass sie in ihrem Leben noch nie Schuld auf sich geladen hätten.
     
    Übrigens gibt es tatsächlich einen, von dem gesagt werden kann, so gelebt zu haben, wie es vor Gott recht ist: Jesus. Die Bibel sagt von ihm: „Er ist in allem uns gleich geworden, außer der Sünde“ (vgl. 2. Kor 5,21; 1. Petr. 2,22). Jesus der Makellose, der Heilige schlechthin. Können wir verstehen, weshalb viele sich an seinem Evangelium ausrichten und im Zeichen des Kreuzes bei ihm und bei Mitmenschen um Verzeihung bitten? Der heutige Aschermittwoch, und die nun beginnende Zeit der Vorbereitung auf Ostern, bietet für groß und klein Gelegenheit unser Leben neu an dem auszurichten, der vorbildliches Leben uns vor Augen stellt und bei dem wir unsere Schuld abladen können.
     
    Einen gesegneten Abend wünscht Ihnen Pfarrer Wolfgang Guttmann aus Quickborn!