St. Marien Quickborn

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    Valentinstag - 14.02.2001
     
    Haben Sie heute Blumen geschenkt bekommen oder selbst welche verschenkt? Heute ist Valentinstag!
     
    Nicht alle können mit diesem Tag etwas anfangen. Der Brauch, sich an diesem Tag Blumen zu schenken, ist vergleichsweise neu. Andererseits aber war der Monat Februar schon immer verbunden mit dem Aufbrechen der Natur, mit Fruchtbarkeit und neuem Leben im Frühling. Dass die Vogelwelt sich hier und da zu paaren beginnt, vervollständigt den Gedanken von Zuneigung und Liebe.
     
    Der hl. Valentin passt zu diesen Gedanken. Er lebte im 3./4 Jh. in Rom und gilt als Patron der Verliebten und als Stifter einer guten Heirat. Für Valentin war der Schöpfergott Ursprung jener Liebe, mit der sich Liebende beschenken. Diesem Gott kann niemand das Wasser reichen, auch und erst recht nicht ein römischer Kaiser, der es für sich in Anspruch nahm, als Gott verehrt zu werden. Valentin wollte allein Jesus Christus verehren und anbeten.
     
    In Zeiten römischer Christenverfolgung bedeutete ein so konsequent gelebter christlicher Glaube die Hinrichtung. Über seinem Grab errichteten Christen eine Kirche, Zeichen der Verehrung des Gottes des Lebens und der Liebe.
     
    Wir leben alle irgendwie ein Stück jenseits von Eden. Trostlos ist dieses Leben, wenn wir uns selbst und unseren Mitmenschen entfremdet bleiben. Im Garten schöpferischer Liebe blühen aber viele Blumen. Um nicht entfremdet zu bleiben, reicht es schon aus, wenigstens eine Blume zu pflücken und sie als stilles Zeichen persönlicher Wertschätzung weiterzureichen. Solche Zeichen sind mehr als Sentimentalitäten. Von solchen Zeichen, wenn sie echt sind, leben wir. Paradisisches, nach dem wir uns so sehnen, leuchtet in diesen Zeichen auf.
     
    Der Valentinstag ist mehr als Moderscheinung. Er will Zeichen setzen: nicht Überlegenheit und Berechnung darf unser Leben bestimmen, sondern Güte, Versöhnung, Liebe. So wie Jesus es uns freundlich mit auf den Weg gibt: „Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe“ (Joh 13,34).
     
    Einen gesegneten Abend wünscht Ihnen Pfarrer Wolfgang Guttmann aus Quickborn.