Unser Erzbischof geht Anfang des nächsten Jahres in den Ruhestand. Vorher möchte
er noch die Personalentwicklung im Erzbistum in so weit regeln, dass sein
Nachfolger nicht gleich zu Beginn seiner Amtszeit vor derartigen Problemen
steht.
Dazu hat das Personalbüro
ein Papier herausgegeben, in dem alle Regionen und Gemeinden mit den dazu
gehörigen Pfarrern des Bistums aufgelistet sind. Im Dekanat Itzehoe
gibt es zur Zeit bei zwölf Gemeinden sieben Gemeindepfarrer und drei
weitere Geistliche. Zwei Gemeindepfarrer werden jedoch in den nächsten
Jahren in den Ruhestand gehen. Lässt man die Gemeinde auf Helgoland
einmal außen vor (sie wird auch zur Zeit schon von Cuxhaven versorgt
und hat einen pensionierten Pfarrer auf der Insel), so bleiben also elf
Gemeinden und fünf Pfarrer.
Die Lösung des
Personalbüros für diese Unterbesetzung ist die Mehrbelastung
der Priester durch die Übertragung der Verantwortung auf mehrere Gemeinden.
Im einzelnen sieht die Planung folgendermaßen aus:
Pfarrer Giering
in Itzehoe, der momentan auch für Glückstadt und Kellinghusen/Hohenlockstedt
zuständig ist, soll im Juli die Gemeinde Brunsbüttel und Marne
(im Moment noch Dekanat Neumünster) dazu bekommen. Dafür soll
aber Glückstadt an Elmshorn angegliedert werdern. (Trotzdem verbleiben
für Pfarrer Giering 800 km2, die es zu versorgen gilt!)
In Elmshorn wurde am 1. Juli 2001 Pfarrer Roman Johannsen eingeführt, der auch als Pfarrer von
Barmstedt eingesetzt wurde, wie es schon seit längerem praktiziert wird.
Da aber die Hinzunahme von Glückstadt eine deutliche Mehrbelastung
zur Folge hätte, soll Barmstedt nicht mehr von Elmshorn, sondern von
unserem Quickborner Pfarrer versorgt werden, und das ab Mitte des Jahres.
Weitere Zusammenschlüsse
sind bei den Gemeinden Pinneberg/Halstenbek und Wedel/Uetersen geplant,
die aber zum Teil auch schon bestehen.
Sollte diese Linie
der Personalplanung beibehalten werden, so gäbe es für Quickborn
höchstens noch die Möglichkeit, an das Dekanat Hamburg-Nord und
somit an eine Norderstedter Gemeinde angegliedert zu werden, was durchaus
schon laut gedacht wurde! Das würde aber bedeuten, dass bei uns kein
Pfarrer mehr vor Ort wäre.
Darüber und
über mögliche Reaktionen von Seiten unserer Gemeinde wurde am
Sonntag, den 29. April, nach dem Hochamt gesprochen werden. Was kann man
gegen diese Art von Personalplanung tun? Wäre es nicht viel sinnvoller,
anderen Hauptamtlichen, z.B. Pastoralreferenten, Gemeindeleitung anzuvertrauen,
damit die Priester sich auf seelsorgliche Aufgaben konzentrieren können?
Diese Berufsgruppe wurde in dem Papier überhaupt nicht berüksichtigt!
Welche Lösungsansätze können erarbeitet werden, um die Priester
zu entlasten?
Das aktuelle Konzept
des Erzbistums wird auf den Schultern unserer Pfarrer ausgetragen! Wir
wollen Solidarität zeigen und dem Personalbüro klar machen, dass
dies nicht der richtige Weg sein kann. Hinzu kommt: Wer will unter diesen
Umständen noch Priester werden? Die Durchführung der bisherigen
Planung könnte dazu führen, dass es in einigen Jahren überhaupt
keine Gemeindepfarrer mehr geben wird!