St. Marien Quickborn

St. Marien Quickborn - Kurzer Kamp 2 - 25451 Quickborn - Tel.: 04106 / 2422 - E-Mail - Öffnungszeiten
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Unser Erzbischof geht Anfang des nächsten Jahres in den Ruhestand. Vorher möchte er noch die Personalentwicklung im Erzbistum in so weit regeln, dass sein Nachfolger nicht gleich zu Beginn seiner Amtszeit vor derartigen Problemen steht.
Dazu hat das Personalbüro ein Papier herausgegeben, in dem alle Regionen und Gemeinden mit den dazu gehörigen Pfarrern des Bistums aufgelistet sind. Im Dekanat Itzehoe gibt es zur Zeit bei zwölf Gemeinden sieben Gemeindepfarrer und drei weitere Geistliche. Zwei Gemeindepfarrer werden jedoch in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehen. Lässt man die Gemeinde auf Helgoland einmal außen vor (sie wird auch zur Zeit schon von Cuxhaven versorgt und hat einen pensionierten Pfarrer auf der Insel), so bleiben also elf Gemeinden und fünf Pfarrer.

Die Lösung des Personalbüros für diese Unterbesetzung ist die Mehrbelastung der Priester durch die Übertragung der Verantwortung auf mehrere Gemeinden. Im einzelnen sieht die Planung folgendermaßen aus:
Pfarrer Giering in Itzehoe, der momentan auch für Glückstadt und Kellinghusen/Hohenlockstedt zuständig ist, soll im Juli die Gemeinde Brunsbüttel und Marne (im Moment noch Dekanat Neumünster) dazu bekommen. Dafür soll aber Glückstadt an Elmshorn angegliedert werdern. (Trotzdem verbleiben für Pfarrer Giering 800 km2, die es zu versorgen gilt!)
In Elmshorn wurde am 1. Juli 2001 Pfarrer Roman Johannsen eingeführt, der auch als Pfarrer von Barmstedt eingesetzt wurde, wie es schon seit längerem praktiziert wird. Da aber die Hinzunahme von Glückstadt eine deutliche Mehrbelastung zur Folge hätte, soll Barmstedt nicht mehr von Elmshorn, sondern von unserem Quickborner Pfarrer versorgt werden, und das ab Mitte des Jahres.

Weitere Zusammenschlüsse sind bei den Gemeinden Pinneberg/Halstenbek und Wedel/Uetersen geplant, die aber zum Teil auch schon bestehen.

Sollte diese Linie der Personalplanung beibehalten werden, so gäbe es für Quickborn höchstens noch die Möglichkeit, an das Dekanat Hamburg-Nord und somit an eine Norderstedter Gemeinde angegliedert zu werden, was durchaus schon laut gedacht wurde! Das würde aber bedeuten, dass bei uns kein Pfarrer mehr vor Ort wäre.

Darüber und über mögliche Reaktionen von Seiten unserer Gemeinde wurde am Sonntag, den 29. April, nach dem Hochamt gesprochen werden. Was kann man gegen diese Art von Personalplanung tun? Wäre es nicht viel sinnvoller, anderen Hauptamtlichen, z.B. Pastoralreferenten, Gemeindeleitung anzuvertrauen, damit die Priester sich auf seelsorgliche Aufgaben konzentrieren können? Diese Berufsgruppe wurde in dem Papier überhaupt nicht berüksichtigt! Welche Lösungsansätze können erarbeitet werden, um die Priester zu entlasten?
Das aktuelle Konzept des Erzbistums wird auf den Schultern unserer Pfarrer ausgetragen! Wir wollen Solidarität zeigen und dem Personalbüro klar machen, dass dies nicht der richtige Weg sein kann. Hinzu kommt: Wer will unter diesen Umständen noch Priester werden? Die Durchführung der bisherigen Planung könnte dazu führen, dass es in einigen Jahren überhaupt keine Gemeindepfarrer mehr geben wird!