Gründung eines Katholischen Gymnasiums: Entscheidung der Schulart
Das Votum der Fragebogenaktion ist klar für ein Gymnasium ausgefallen.
Die Schule soll die Möglichkeit des Abiturs anbieten.
Um den Schülern einer Gemeinschaftsschule das Abitur zu ermöglichen, muss auch eine Oberstufe angeboten werden. Um diese aber füllen zu können, müsste man in den unteren Jahrgängen entsprechend viele Schüler aufnehmen. Ob derartig viele Schüler angemeldet würden, muss bezweifelt werden.
Konkret: Um eine Oberstufe durchführen zu können, bräuchte man mind. 50-60 Schüler pro Jahrgang. Im Allgemeinen streben etwa 50 % aller Schüler das Abitur an. Übertragen auf eine Gemeinschaftsschule (, angenommen, potentielle Gymnasiasten würden diese Schule überhaupt besuchen – s.u.,) bedeutete dies 100-120 Schüler pro Jahrgang und insgesamt 800-960 Schüler.
Laut einer Umfrage der Eltern von Viertklässlern aus dem Jahr 2008 in Quickborn, Ellerau, Hemdingen, Hasloh, Bönningstedt und Ellerbek würden sich 87,4% der Schüler mit Gymnasialempfehlung für ein Quickborner Gymnasium und nur 7,2% für die Bönningstedter Gemeinschaftsschule entscheiden. In Bönningstedt selbst liegt der Anteil sogar noch höher (88,9% gegenüber 10,1%).
Die Konkurrenz der beiden Quickborner Gymnasien wäre also höchstwahrscheinlich zu groß, um auch ausreichend Schüler mit Gymnasialempfehlung aufnehmen zu können.
Selbst wenn wir durch die Attraktivität einer katholischen Schule diesen Prozentsatz verändern könnten, so wäre eine Rechnung mit 20-30 % statt 7,2 % sicherlich optimistisch. Dies würde aber eine Anzahl von ca. 160-250 Schülern pro Jahrgang voraussetzen, insgesamt also 1300-2000 Schüler.
Das Führen einer Gemeinschaftsschule ist in unserer Region nicht erprobt. Ob dort ein erfolgreiches Arbeiten möglich ist, ist vollkommen unklar und wird von verschiedenen Seiten bezweifelt. Um einen Flop zu vermeiden, möchten wir uns auf eine bekannte Schulform konzentrieren.
Im Gegensatz dazu ist ein reicher Erfahrungsschatz (katholischer) Gymnasien vorhanden, der als Grundlage dienen kann, eine Schule nach unseren Vorstellungen aufzubauen.
Da in Hamburg zum Schuljahr 2010/11 die sechsjährige Primarschule eingeführt wird, könnte ein Gymnasium ab der 5. Klasse auch für Hamburger Schüler attraktiv sein.
Mit dem geplanten Angebot einer Grundschule sowie einer weiterführenden Kooperativen Schule durch die Johanniter Unfallhilfe wäre das Gymnasium die optimale Ergänzung zum Aufbau eines umfassenden christlichen Schulangebotes in Quickborn. - Grafik