St. Marien Quickborn

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Pfarrbrief Dezember 2011 bis Februar 2012

Der Online-Pfarrbrief ist in folgende Rubriken untergliedert:

  1. Vorwort
  2. Nachrichten aus dem Leben der Pfarrgemeinde
  3. Gottesdienste

Aktuelles und Speciales:

  1. Buchneuerscheinung von Pfr. Guttmann - "Kraft des Ursprungs"
  2. Pfarrbrief-Archiv (ab 2003)
  3. PGR-Protokolle lesen
  4. Hilfe für Sri Lanka
  5. Wunschliste
  6. Galerie der Erinnerungen
  7. St. Marien Logo


1. VORWORT

Liebe Schwestern und Brüder!

Das Weihnachtsmotiv auf der Titelseite passt trefflich in unsere norddeutsche Landschaft. Sie ist umgeben von weiten Meeren. Zu sehen ist in der Bildmitte ein Leuchtturm, dessen markante Erscheinung sich widerspiegelt auf der Wasseroberfläche. Diese markiert die Grenzlinie: es gibt eine Sphäre über Wasser und eine darunter, eine helle und eine dunkle Welt, das Göttliche und ebenso das Menschliche.

Das Boot mit der Frau und dem Kind befindet sich genau an der Schnittstelle. Wir dürfen uns erinnern an eines der schönsten Adventslieder überhaupt: „Es kommt ein Schiff geladen.“ Dieses aus dem 14./15. Jh. stammende Lied ist reich an mystischer Sprache, die uns Menschen von heute neu erschlossen sein will. Denn das geheimnisvolle Bild eines Schiffes meint tatsächlich niemand anderes als Maria, die Gottesmutter. In der Sprache gläubiger Mystik war diese Metapher, wie wir heute sagen würden, sehr geläufig.

In einer Zeit, wo von Dampf- bzw. Motorschiffen noch keine Rede sein konnte, gleitet ein Segelschiff in der Tat fast geräuschlos auf der Wasseroberfläche. Der Autor dieser Verse, der Mystiker Johannes Tauler, setzt das Bild der Seeschifffahrt in Bezug zur geheimnisvollen Schwangerschaft Marias. Wenn das Schiff geladen ist „bis an sein‘ höchsten Bord“, dann will damit die vorangeschrittene Schwangerschaftszeit Marias angedeutet sein. Und wen sie als Frucht der Liebe unter ihrem Herzen trägt, wird bereits ganz am Anfang erwähnt: „Trägt Gottes Sohn voll Gnaden, des Vaters ewig Wort.“

In der zweiten Strophe wird das ansprechende Bild des Segelschiffes genial fortgeführt: nicht durch Seewind kommt uns das Schiff entgegen, sondern durch das Wirken Gottes. Und sein Motiv? Die Liebe - zu uns Menschen und zur Welt. Der Mast des Heiligen Geistes bildet dabei jene Senkrechte, die die Verbindungslinie zwischen Himmel und Erde andeutet.

Das stille aber unaufhörliche Gleiten des Schiffes hat ein Ziel: die Erde, der Mensch - dort wo die Menschen wohnen, wo sie in der Dunkelheit sitzen und auf Rettung hoffen, dort wirft Gott seinen Anker. Gott erreicht sein Ziel. Der Sohn Gottes wird Mensch, geboren zu Bethlehem im Stall. An diesem unscheinbaren Ort, aber doch mitten im Gemisch der Kulturen, schlägt Gott in seinem Sohn sein Zelt unter den Menschen auf.

Und der Leuchtturm? In unserer Zeit gibt es gewiss auch andere Navigationsmöglichkeiten, mit denen sich der Mensch orientiert. Das Zeichen des Lichtes aber bleibt: „Ich bin das Licht, das in diese Welt gekommen ist“ (Joh 8,12), wird Jesus einmal sagen. Wäre unser Leben nicht trostlos, wenn es diese Wirklichkeit der geheimnisvollen Schwangerschaft, der wunderbaren Menschwerdung Gottes und sein messianisches Wirken in dieser Welt nicht gäbe? Jesu göttliches Licht will unser Leben auch heute erhellen und dabei Hoffnung bringen in die Dunkelheiten unseres Lebens.

Auch im Namen unserer Gemeindereferentin Elisabeth Schwiderski wünsche ich Ihnen eine erfüllte Zeit adventlicher Erwartung sowie frohe und gesegnete Weihnachten.

Ihr Pfarrer Wolfgang Guttmann

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2. NACHRICHTEN AUS DEM LEBEN UNSERER PFARRGEMEINDE

- Bei wieder besten Bedingungen in allen Belangen fand am Sa., 24. Sept., das diesjährige Ausländerfest statt. Bereits zum 28. Mal wurde dieses traditionelle Fest der Völker und Kulturen von den aus dem Ausland kommenden Gemeindemitgliedern veranstaltet. Unzählige Besucher genossen die gelungenen musikalischen und tänzerischen Darbietungen und natürlich ebenso die liebevoll zubereiteten kulinarischen Spezialitäten aus aller Welt. In der Endabrechnung wurde ein bemerkenswerter Betrag zusammengetragen. Auf Wunsch der Veranstalter fließt der Erlös in diesem Jahr ausschließlich unserer Kirchengemeinde zu, um die Finanzlage unserer Pfarrgemeinde zu stabilisieren. Dank gilt allen, die zum Gelingen dieses wieder sehr schönen Festes beitrugen. Das 29. Ausländerfest findet statt am Sa., 22. Sept. 2012.

- „Klopft an Türen, pocht auf Rechte!“ – unter diesem Leitwort steht die Sternsingeraktion 2012. Bundesweit findet diese segensreiche Aktion nun schon zum 54. Mal statt. Auch aus unserer Pfarrgemeinde bereiten sich Mädchen und Jungen wieder auf die Sternsingeraktion vor. Die Sternsinger kommen am So., 08. Jan., gern in Ihre Wohnung bzw. Ihr Haus und bringen an Ihre Tür das Zeichen des Segens an: 20 + C + M + B + 12 (Christus Mansionem Benedicat = Christus segne dieses Haus). Zugleich freuen sich die Sternsinger über Ihre Gabe für die armen Kinder in der Welt. Im ganzen Erzbistum Hamburg wurden über € 425 Tsd. gesammelt, bundesweit fast € 42 Millionen. Anerkennung und Dank gilt denjenigen, die zusammen mit unserer Gemeindereferentin Elisabeth Schwiderski die sorgfältig geplante Aktion durchführen helfen. Wer ausdrücklich einen Besuch durch unsere Sternsinger wünscht, teile dies bitte im Pfarrbüro mit bzw. trage sich in die in der Kirche ausliegende Adressenliste ein.

- Der Erweiterungsbau unseres Kindergartens kommt gut voran. Januar/Februar 2012 soll der mit Öffentlichen- und Bistums-Mitteln geförderte Umbau unserer Räumlichkeiten abgeschlossen sein. Neben der bewährten Kita-Gruppe wird unsere Kindergartenleiterin Jennifer Wagstaff zusammen mit den anderen Erzieherinnen für Kinder unter 3 Jahren eine Krippengruppe für 10 Kinder eröffnen. Durch Erweiterung unseres pädagogischen Angebotes sowie wegen Ersatz für Mutterschaftszeiten benötigen wir weiteres pädagogisches Personal. Der Termin für die feierliche Einweihung der neugestalteten Kindergartenräume wird rechtzeitig bekanntgegeben.

- 30 Mädchen und Jungen bereiten sich zusammen mit ihren Familien auf den Empfang der ersten hl. Kommunion vor. Durch die Begleitung von Elisabeth Schwiderski und Dorothe Driessen werden im Zugehen auf dieses Ereignis in bewusster Weise auch die Eltern eingebunden. Mit der Vorbereitung ihrer Kinder erfahren auch sie eine wohltuende geistliche Bereicherung. Die Feier der Erstkommunion ist am So., 03. Juni, 10.00 Uhr.

- Die Ausgestaltung eines Kirchplatzes mit individuell beschrifteten Klinkersteinen wie auf unserem Pfarrgelände ist weitgehend einmalig. Jedes Jahr kommen neue „Lebende Steine“ hinzu. Durch Zeichnungsurkunden (liegen aus!) können Interessenten bis Ende Januar neue „Lebende Steine“ in Auftrag geben. Die neuen Steine werden am Tag unseres Kirchweihfestes am Pfingstsonntag, 27. Mai, nach dem Festhochamt 10.00 Uhr, auf unserem Kirchplatz eingefügt.

- Hinweis zum Förderkreis St. Marien. Schon mit € 5,-- im Monat helfen Sie mit, den Haushalt unserer Pfarrgemeinde maßgeblich zu stabilisieren. Weitere Infos geben die Mitglieder des Kirchenvorstandes. Berücksichtigen Sie bitte auch die sehenswerten Einkaufswagenchips (€ 2,--) unserer St.-Marien-Stiftung. Auch unser Erzbischof hat am Sa., 19. Nov., während seiner Firmvisite bei uns mehrere Exemplare erworben.

Ihr Pfarrer Wolfgang Guttmann

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