Pfarrbrief Dezember 2008 - Februar 2009
Der Online-Pfarrbrief ist in folgende Rubriken untergliedert:
- Vorwort
- Nachrichten aus dem Leben der Pfarrgemeinde
- Gottesdienste
Aktuelles und Speciales:
- Buchneuerscheinung von Pfr. Guttmann - "Kraft des Ursprungs"
- Pfarrbrief-Archiv (ab 2003)
- PGR-Protokolle lesen
- Hilfe für Sri Lanka
- Wunschliste
- Galerie der Erinnerungen
- St. Marien Logo
1. VORWORT
Liebe Mitglieder unserer Gemeinde!
Jedes Kind kennt den Reim: "Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier, dann
steht das Christkind vor der Tür." Über Sinnhorizont solcher Verse denkt ein Kind nicht nach. Es kann gar
nicht abwarten, bis das 4. Licht entzündet wird. Heiligabend kann nicht mehr weit sein.
"Warum vier Kerzen auf dem Adventskranz?", fragte ich einmal im Religionsunterricht. Die richtige
Antwort: "Weil es vier Adventssonntage gibt." "Und warum gibt es vier Adventssonntage, und nicht drei oder
fünf?", fragte ich weiter.
Wir stoßen nun an eine Wissensgrenze. Wie können wir das Geheimnis der Zahl ‚vier' ergründen? Hilfe gibt
der jüdische Kalender, denn die Anhänger der ältesten aller monotheistischen Religionen
schreiben gegenwärtig das Jahr 5769. Da können wir mit unseren kümmerlichen 2008 Jahren gar nicht mithalten.
Und warum ist die Jahreszahl der Juden so hoch? Antwort: Sie ergibt sich aufgrund nachgerechneter biblischer Geschichte. Die
Juden meinten, mit dieser Berechnung die Erschaffung der Welt bestimmen zu können.
Selbst diese jüdische Jahreszahl ist natürlich nichts im Vergleich
zu den modernen Erkenntnissen der Kosmosgeschichte, die ganz andere
zeitliche Dimensionen des Universums voraussetzen. Das bringt allerdings die Messiaserwartung nicht ins
Ungleichgewicht. Als Jesus vor etwa 2000 Jahren geboren wurde, ging man einfach davon aus, dass die
Menschheit seit fast Vierjahrtausenden auf den Messias wartete.
Bevor Johann Hinrich Wichern (1808-81), Begründer der Inneren Mission in Hamburg, 1839 einen hölzernen Leuchter
mit 23 Kerzen aufhängen ließ, 19 kleine rote für die Werktage und 4
große weiße für die Sonntage, setzte bereits über tausend Jahre vorher Papst Gregor
d. Gr. (540-604) die Zahl der Adventssonntage auf ‚vier' fest. Er tat es in Anlehnung
an den jüdischen Kalender, der bei Jesu Geburt die Jahreszahl 3761 aufwies. Für jedes angefangene
Jahrtausend der Messiaserwartung setzte der Papst einfach ‚einen' Adventssonntag an.
Inzwischen leben wir im 3. Jahrtausend nach dem Ereignis der Menschwerdung Gottes. Die Hoffnung,
dass Jesus Christus mit Macht und Herrlichkeit einmal wiederkommt, geben wir Christen nicht auf. Was wäre, wenn
wir zu den bereits üblichen vier Kerzen noch weitere drei hinzufügten als Zeichen unseres Glaubens an die
Wiederkunft Christi? Sieben Lichter auf dem Adventskranz machen deutlich, dass wir hoffnungsvoll das Kommen des bereits
Gekommenen erwarten. "Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich
wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin", lauten die trostvollen
Worte Jesu (Joh 14,3). Dieses Lichtzeichen wäre sinnvoller Ausdruck unseres immerwährenden Advents.
Auch im Namen unserer Gemeindereferentin Elisabeth Schwiderski wünsche ich ein freudiges Zugehen auf das Fest unserer Erlösung.
Pfarrer Wolfgang Guttmann
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2. NACHRICHTEN AUS DEM LEBEN UNSERER PFARRGEMEINDE
- Im Beisein von Weihbischof Dr. Hans-Jochen Jaschke fand am Sa., 27.09., unser 25. Ausländerfest statt. Bei besten
Wetterbedingungen entstand eine wohltuend folkloristische Atmosphäre. Unser Jubiläumsfest
brachte einen erstaunlichen Erlös in Höhe von € 4.817,49. Auf Wunsch der
Gestalter soll der Erlös zu gleichen Teilen weitergeleitet werden an den Hamburger Blinden- und
Sehbehindertenverein sowie an das Quickborner Förderkonzept ‚Deutsch als Zweitsprache' der Realschule Heidkamp. Dank gilt allen,
die zum Gelingen dieses erinnerungswürdigen Festes beitrugen. Das 26. Ausländerfest findet am Sa., 26.09.09, statt.
- Seelsorger sein zu dürfen, ist ein Geschenk und für mich die schönste Aufgabe überhaupt. Seit vielen Jahren darf ich
nun diesen Dienst im Auftrag des Bischofs verrichten, worüber ich sehr dankbar bin. Im Monat Dezember jährt
sich der Tag meiner Priesterweihe zum 25. Mal. Zusammen mit unserer Pfarrgemeinde sowie weiteren
Gästen würde ich dieses Ereignis gern am So., 14.12., 3. Adventssonntag, begehen. Alle Gemeindemitglieder lade ich
zum Festhochamt, 10.00 Uhr, sowie zur anschließenden Begegnung im Gemeindehaus sehr herzlich ein.
- Rorate-Messen sind Eucharistiefeiern im Advent. Noch bei Dunkelheit werden sie am frühen Morgen
bei Kerzenlicht gefeiert. Der Name "Rorate" kommt von dem lateinischen Anfangswort des Eröffnungsverses "Tauet, ihr Himmel, von
oben" (Jes 45,8). In dieser Adventszeit werden jeweils an zwei Donnerstagen etwa
35-minütige Rorate-Messen gefeiert: 04. und 18.12. Beginn jeweils 06.00 Uhr.
- "Buscamos la paz" - "Kinder suchen Frieden" unter diesem aus Kolumbien kommenden Leitwort steht die
Sternsingeraktion 2009. Bundesweit findet diese segensreiche Aktion nun schon zum 51. Mal statt. Auch aus unserer
Pfarrgemeinde bereiten sich Mädchen und Jungen wieder auf die Sternsingeraktion am So., 11.01., vor. Die Sternsinger kommen
an diesem Tag gern in Ihre Wohnung bzw. Ihr Haus und bringen an Ihre Tür mit Kreide
das Zeichen des Segens an: 20 + C + M + B + 09 (Christus Mansionem Benedicat = Christus segne dieses Haus). Zugleich freuen
sich die Sternsinger über Ihre Gabe für die armen Kinder in der Welt, "damit Kinder heute leben können". Im Januar 2008 trugen
die Sternsinger in unserer Pfarrgemeinde den stolzen Betrag von € 3.777,78,-- zusammen. Im Erzbistum Hamburg wurden
über € 397 Tsd. gesammelt, bundesweit fast € 40 Millionen. Anerkennung und Dank gilt denjenigen, die zusammen
mit unserer Gemeindereferentin Elisabeth Schwiderski die sorgfältig geplante Aktion durchführen helfen. Wer ausdrücklich einen Besuch
durch unsere Sternsinger wünscht, teile dies bitte im Pfarrbüro mit, bzw. trage sich in die in der Kirche ausliegende Besuchsliste ein.
- Weihbischof Norbert Werbs wird am So., 04.10.09, 10.00 Uhr, in unserer Kirche das Sakrament der Firmung spenden.
Die Firmkandidaten werden für die spätestens im Januar beginnende Firmvorbereitung eine schriftliche
Einladung erhalten. Wer als Vierzehnjährige(r) bis Mitte Dezember noch nicht benachrichtigt wurde, teile dies
bitte unserer Gemeindereferentin Elisabeth Schwiderski mit.
- Die Ausgestaltung unseres Kirchplatzes als "Platz des Volkes Gottes" ist einmalig.
Durch einen individuell beschrifteten Klinkerstein kann sich jeder auf
seine Weise ‚verewigen'. Jedes Jahr kommen neue "Lebende Steine" hinzu. Für Interessenten besteht bis
Ende Januar die Möglichkeit, mit einer Zeichnungsurkunde (liegen in der Kirche aus) neue "Lebende Steine" in Auftrag
zu geben. Diese werden nach dem Hochamt am So., 31.05., Pfingstsonntag, auf unserem Kirchplatz eingefügt.
- Die Bibel gemeinsam lesen und Gottes Wort gemeinsam ins Leben umsetzen - in diesem Geist laden die Kirchengemeinden Quickborns
im Monat Februar zu vier Ökumenischen Bibelgesprächen ein. Diesmal steht das Johannesevangelium im Mittelpunkt
der Betrachtungen. Alle sind hierzu herzlich eingeladen. Weitere Hinweise entnehmen Sie bitte den
Informationen auf Seite 15.
- Das nächste Sommerzeltlager der Kinder findet in Goldenstedt bei Vechta statt.
In der Zeit von So., 19., bis Do., 30. Juli, können 60 Mädchen und Jungen im Alter von 9
bis 14 Jahren erholsame und abwechslungsreiche Ferientage verbringen. Anmeldungen können ab sofort erfolgen.
- "Kommt mit an einen einsamen Ort", unter diesem Leitwort finden von Mo.,
07. bis Fr. 11.09.09 für 12 Personen in der Abtei Heilig Kreuz in Herstelle/Weser Tage der Besinnung statt.
Wer in Gelassenheit geistliche Gespräche führen und sich vom Gebet der Benediktinerinnen mit-tragen lassen möchte, kann sich
anmelden. Information und Anmeldung liegen im Schriftenstand aus.
- Das Titelbild dieses Gemeindebriefes zeigt unsere St.-Marien-Kirche im Lichterglanz der
neu installierten Außenbeleuchtung. Ermöglicht durch viele Spenden von Gemeindemitgliedern und durch
unserer Gemeinde nahestehenden Wohltätern anlässlich meines Jubiläumsgeburtstages im
November letzten Jahres, konnte diese sehr sehenswerte Beleuchtungsanlage nun verwirklicht werden. Dank Ihnen
allen. Die Leuchtkraft unserer schönen Kirche möge hinweisen auf die wirkliche Lichtquelle: den ewigen Glanz des Göttlichen. - Bild der beleuchteten Kirche
Pfarrer Wolfgang Guttmann
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