Pfarrbrief Dezember 2007 bis Januar 2008
Der Online-Pfarrbrief ist in folgende Rubriken untergliedert:
- Vorwort
- Nachrichten aus dem Leben der Pfarrgemeinde
Aktuelles und Speciales:
- Buchneuerscheinung von Pfr. Guttmann - "Kraft des Ursprungs"
- Pfarrbrief-Archiv (ab 2003)
- PGR-Protokolle lesen
- Hilfe für Sri Lanka
- Wunschliste
- Galerie der Erinnerungen
- St. Marien Logo
1. VORWORT
Liebe Mitglieder unserer Gemeinde!
Heilige Nacht - eine der längsten Nächte des Jahres - diese Nacht ist uns Christen heilig. Heilige Nacht - es ist die Nacht, in die
hinein Jesus geboren wird.
Christ-sein bedeutet: wenn Gott sich der Nacht stellt, dann hätten wir es auch zu tun. Wir hätten uns dem zu stellen, was in uns
finster ist und was uns bedrückt. Dabei berücksichtigen wir auch jene, die auf der Schattenseite des Lebens stehen, wie Bert
Brecht sagt: "Denn die einen sind im Dunkeln. Und die anderen sind im Licht. Und man siehet die im Lichte. Die im Dunkeln sieht man nicht."
Die Botschaft von Weihnachten öffnet uns die Augen für diejenigen, die die Schattenseiten des Lebens bis hin zur
Schmerzgrenze auszuhalten haben.
Es ist so, als ob dunkle Kräfte revoltierten gegen eine menschlichere Welt, ein Kampf zwischen Finsternis und Licht. Inmitten dieser
erbitterten Auseinandersetzung geschieht etwas Außergewöhnliches: das Kind wird geboren!
Während andere Gewalt verherrlichen, feiern wir als Christen den Gott, der sich das Zusammenleben der Menschen ganz anders vorstellt.
Sagen wir als Christen nie: Gott kümmere sich nicht um die Welt, Gott kümmere sich nicht um uns. Seit dem Ereignis von Betlehem
wissen wir: es gibt das Sich-Einlassen Gottes in diese Welt.
Selbst einen Mann wie Mahatma Gandhi hat die Gestalt Jesu tief überzeugt. Dieser Mann aus Nazareth mit seiner Gewaltlosigkeit und
mit seiner grenzenlosen Liebe zu den Menschen hat den indischen Politiker fasziniert: "Jesus ist nicht allein für Christen
geboren, sondern für alle Menschen auf der Welt."
Weihnachten feiern heißt: sich der Nacht stellen, weil Gott es auch tut. Dabei soll es nicht Nacht bleiben. Das Leben Jesu will es
heller werden lassen in unserem Leben.
Was ein Wort im Dunkeln bedeutet, kann man bei Sigmund Freud nachlesen. Er erzählt: Ein Kind, das sich in der Dunkelheit ängstigte,
hörte ich ins Nebenzimmer rufen: "Tante, sag' doch etwas, ich habe Angst!" Daraufhin die Tante: "Aber, was hast du davon, du siehst
mich ja nicht?" Daraufhin das Kind: "Wenn du sprichst, dann wird es heller!"
Nicht nur an Weihnachten gibt es viele, die sich von den Worten Jesu ansprechen lassen und diese als Leitmotiv in ihr
Leben hineinnehmen. Das bleibt nicht ohne Auswirkungen. Die Heilige Nacht kann zu Veränderungen führen - auch bei uns. Möge das
Licht dieser Nacht durchscheinen durch unsere Worte, unser Gesicht, unsere Gebärden, unser Verhalten, am besten durch unser ganzes Leben.
Auch im Namen unserer Gemeindereferentin Elisabeth Schwiderski wünsche ich uns allen eine besinnliche und erfüllte adventliche Zeit. In
unsere Nacht des Lebensalltags möge das Licht der Hoffnung aufleuchten und uns neuen Lebensmut schenken.
Ihr Pfarrer Wolfgang Guttmann
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2. NACHRICHTEN AUS DEM LEBEN UNSERER PFARRGEMEINDE
- Das 24. Ausländerfest, Sa., 22.09., brachte einen Erlös in Höhe von € 3.549,20. Bei bestem Wetter sowie einladender
folkloristischer Atmosphäre wurde dieser bemerkenswerte Betrag durch über zweitausend mitfeiernden Gästen zusammengetragen. Auf Wunsch
der aus dem Ausland kommenden Gestalter soll der Erlös an die in Altona wirkendenden Schwestern der Nächstenliebe von
Mutter Teresa weitergeleitet werden. Unser Dank gilt allen, die zum Gelingen dieses Festes beitrugen. Das 25. Ausländerfest
findet Sa., 27.09.08, statt. Als Pfarrgemeinde freuen wir uns schon jetzt auf die großen Jubiläumsfeierlichkeiten.
- Geburtstag feiern bedeutet: dankbar sein für das Geschenk des Lebens. Im Empfinden der Dankbarkeit durfte ich
am So., 04.11., im Bei-sein vieler Gemeindemitglieder und Gäste meinen 60. Jubiläumsgeburtstag feiern. Die frohe Stimmung der
vielen Gäste mit ihren gelungenen Beiträgen trug zur heiteren Atmosphäre einer unvergesslichen Geburtstagsfeier bei. Dank Ihnen allen.
Dank gilt Ihnen ebenso in Ihrer Unterstützung hinsichtlich der von mir vorgeschlagenen Projekte für die Schwestern der Nächstenliebe sowie
einer besseren Ausleuchtung unseres Kirchplatzes. Mit den Mitgliedern unserer Gremien wird über die weitere Verwendung dieses Betrages
beraten.
- Rorate-Messen sind Eucharistiefeiern im Advent. Wenn es noch dunkel ist, werden sie am frühen Morgen bei Kerzenlicht gefeiert.
Der Name "Rorate" kommt von dem lateinischen Anfangswort des Eröffnungsverses "Tauet, ihr Himmel, von oben" (Jes 45,8). In Erinnerung an
den beträchtlichen Zuspruch des letzten Jahres werden in dieser Adventszeit wieder jeweils donnerstags etwa
35-minütige Rorate-Messen gefeiert: 06., 13. und 20.12., Beginn jeweils 06.00 Uhr.
- Ihre Tätigkeit als Sozialpädagogische Assistentin unseres Kindergartens wird künftig Maja Hennings aufnehmen. Unser Kirchenvorstand
bestellte die 27-jährige Rellingerin als neue Mitarbeiterin. Durch ihre bisherige Arbeit im Katholischen Kindergarten Pinneberg
kennt Frau Hennings das Leben eines gemeindeeigenen Kindergartens. Sie beginnt ihre neue Aufgabe, die 19 Wochenstunden umfasst, mit dem
Januar 2008. Wir wünschen Frau Hennings im Umgang mit unseren Kindergartenkindern viel Freude. Da im Sommer 2008 unsere
langjährige Erzieherin Edith Wacker in den Ruhestand tritt, ist ab Juli kommenden Jahres auch die Stelle einer Kindergartenleiterin
neu zu besetzen.
- Nach über 20-jähriger erzieherischer Tätigkeit in unserem Kindergarten wird Renate Seidel am Ende des Jahres in den wohlverdienten
Ruhestand gehen. Da auch ihr Ehemann inzwischen zu den Ruheständlern gehört, möchten verständlicherweise beide gemeinsam noch viel
unternehmen. Wir haben diese Entscheidung zu respektieren, auch wenn wir uns den Kindergarten ohne Frau Seidel noch gar nicht so richtig
vorstellen können. Durch ihre verantwortungsbewusste sowie kindgemäße und heitere Art hat sie das Leben unseres Kindergartens
maßgeblich mitgeprägt. Dafür haben wir ihr aufrichtig zu danken. Im Rahmen des Familiengottesdienstes am So., 03.02., 10.00 Uhr, beginnt
die feierliche Verabschiedung. Ein buntes Programm für Kinder, Eltern sowie Gemeindemitglieder schließt sich an. Alle sind dazu
herzlich eingeladen.
- "Sternsinger für die eine Welt - unter diesem Leitwort steht die Sternsingeraktion 2008. Bundesweit findet diese segensreiche
Aktion nun schon zum 50. Mal statt. Mädchen und Jungen auch aus unserer Pfarrgemeinde bereiten sich wieder auf den
Dreikönigstag am So., 06. Jan., vor. Die Sternsinger kommen an diesem Tag gern in Ihre Wohnung bzw. Ihr Haus und bringen an
Ihre Tür mit Kreide das Zeichen des Segens an: 20 + C + M + B + 08 (Christus Mansionem Benedicat = Christus segne dieses Haus). Zugleich
freuen sich die Sternsinger über Ihre Gabe für die armen Kinder in der Welt, "damit Kinder heute leben können". Im Januar 2007 trugen die
Sternsinger in unserer Pfarrgemeinde den stolzen Betrag von € 4.122,-- zu-sammen. Im Erzbistum Hamburg wurden über € 382 Tsd. gesammelt,
bundesweit fast € 39 Millionen. Anerkennung und Dank gilt denjenigen, die zusammen mit unserer Gemeindereferentin Elisabeth Schwiderski
die sorgfältig geplante Aktion durchführen helfen. Wer ausdrücklich einen Besuch durch unsere Sternsinger wünscht, teile dies bitte
im Pfarrbüro mit, bzw. trage sich in die in der Kirche ausliegende Besuchsliste ein.
- Die Ausgestaltung unseres Kirchplatzes als "Platz des Volkes Gottes" ist weit und breit einmalig. Wo besteht sonst die Möglichkeit, sich
selbst oder andere Personen auf einem Kirchplatz durch einen persönlich beschrifteten Klinkerstein zu verewigen. Jedes Jahr kommen neue
"Lebende Steine" hinzu. Nach dem Hochamt am So., 25.05.08, unserem Kirchweihfest, werden neu gebrannte Klinkersteine auf dem Kirchplatz
eingefügt. Für alle Interessenten besteht bis Ende Januar 2008 die Möglichkeit, durch Hereinreichung einer Zeichnungsurkunde (in
der Pfarrei erhältlich) bei Frau Wiese das Prägen neuer "Lebender Steine" in Auftrag zu geben.
- Diesem Gemeindebrief ist ein Prospekt über unsere gemeindeeigene St.-Marien-Stiftung beigefügt. Berücksichtigen Sie bitte diese
Information. Vielleicht können Sie mit diesem Prospekt auch andere Personen auf unsere Stiftung aufmerksam machen.
- Kollektenscheine kommen mehr und mehr zum Einsatz, denn durch ihre Verwendung kön-nen Spendenbescheinigungen auch für Kollekten
zum "Unterhalt unserer Pfarrgemeinde" ausgestellt werden. So sieht die Praxis aus: über einen von Ihnen bestimmten Betrag erhalten
Sie Kollektenscheine in gewünschter Stückelung (z. B. € 1,--, € 2,-- oder € 5,--). Nach persönlichem Empfinden geben Sie einen oder
mehrere dieser Kollektenscheine bei verschiedenen Gelegenheiten in den Kollektenkorb. Beim Erwerb dieser Kollektenscheine erhalten Sie
im Pfarrbüro durch unsere Pfarrsekretärin Frau Link sofort eine steuerlich absetzbare Spendenbescheinigung.
- "Kommt mit an einen einsamen Ort", unter diesem Leitwort finden von Mo., 29.09 bis Fr. 03.10.08 für 12 Personen in
der Abtei Heilig Kreuz in Herstelle/Weser Tage der Besin-nung statt. Wer in Gelassenheit geistliche Gespräche führen und sich
vom Gebet der Benediktinerinnen mittragen lassen möchte, kann sich anmelden. Information und Anmeldung liegen im Schriftenstand aus.
Pfarrer Wolfgang Guttmann
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