1. VORWORT
Liebe Mitglieder unserer Gemeinde!
Euch ist ein Kind geboren! Wer die von Barbara Robinson mit viel Witz geschriebene Weihnachtsgeschichte "Hilfe, die Herdmanns
kommen" kennt, wird sich an den von der kleinen Hedwig gespielten Verkündigungsengel erinnern, der allen lauthals
zuruft: "He, euch ist ein Kind geboren!" Hört sich das nicht gleich ganz anders an?
Die Geschichte von den Herdmanns hat was. Bekanntermaßen gehen die Geschwisterkinder untereinander recht ruppig um, lügen,
klauen und fügen sich gegenseitig blaue Flecken zu. Als es jedoch darum geht, das Krippenspiel in den Weihnachtsgottesdienst
einzubringen, da kennt man die Herdmannskinder nicht wieder. Nicht allein, dass sie alle am Krippenspiel beteiligt sein
wollen, sondern wie sie die Heilige Familie und überhaupt das heilige Geschehen darstellen, ist schon erstaunlich.
Die kleine Eugenia beispielsweise weiß nicht, dass die Gottesmutter Maria stets ruhig und mild, so nicht ganz von dieser
Welt, dargestellt wird. Eugenia, die unter den Geschwistern sonst auch das Sagen hat, stellt Maria dagegen laut und herrisch
dar. Genauso temperamentvoll wird sie ihren Bruder Ralf, der den hl. Josef spielt, anschreien: "Geh' vom Baby weg!".
Auch die Heiligen Drei Könige lässt sie nicht an ihr Kind heran.
Beim Nachsinnen über die Sorge Eugenias, ihrem Kind könnte etwas Schlimmes widerfahren, kommen in mir Gedanken auf, wie wichtig
es ist, Kinder zu schützen, weil Kinder es oft schwer haben. Kinder werden vernachlässigt, misshandelt, missbraucht. Durch
Kinderarbeit werden kleine Seelen gedemütigt, Kindern werden Waffen in die Hand gegeben, um Gewalt auszuüben. Die körperlichen und
seelischen Verletzungen von Kindern sind beklagenswerterweise viel höher als bekannt.
"He, euch ist ein Kind geboren" - diese Botschaft kann man wie die kleine Hedwig nicht laut genug herausschreien. Diese Botschaft
st heiliger Kontrast gegenüber den dunklen Machenschaften dieser Welt: Gott selber wird Kind …! Gott selber lässt sich ein.
Gott selber heiligt, ob geboren oder ungeboren, durch seine Annahme des Lebens die Lebensphasen eines Kindes. Und um die Güte
Gottes nachhaltig zu betonen: Kinder halten sich gern in der Nähe von Jesus auf. Jesus begegnet ihnen als Kinderfreund:
"Jesus nimmt Kinder in seine Arme, legt ihnen die Hände auf und segnet sie", heißt es im
Evangelium (Mk 10,16). Ebenso wird Jesus der Welt der Erwachsenen ein Kind als leuchtendes Beispiel vorstellen und verdeutlichen
(Mt 18,3), dass das Reich Gottes viel mit Kindsein gemeinsam hat.
"He, euch ist ein Kind geboren." Die Botschaft von Weihnachten sagt uns auch: es gibt Grenzen der Verfügbarkeit über
das Kind. Du darfst als Erwachsener nicht mit Deinem Kind tun, was Du willst. Weihnachten weist uns hin, dass Gott
jedem Kind ein Höchstmaß an Würde auf den Lebensweg gibt. Jedes Kind ist eine Schöpfung Gottes, ein Kind Gottes.
Das Christentum kennt etwas ganz Erstaunliches: die Verehrung eines Kindes. So wie dem göttlichen Kind Ehrfurcht entgegengebracht
wird, so hat Achtung und Würde vor dem Kind überhaupt einen neuen Stellenwert zu erhalten.
Die Geschichte mit den Herdmannskindern ist nicht allein unterhaltsam, sie hat auch viel Nachdenkliches. Wer die Geschichte
kennt, wird sich immer an die die heilige Maria spielende Eugenia erinnern: ein bisschen unruhig und verwirrt, aber bereit,
jeden zu strafen, der ihrem Kind zu nahe treten will.
Wir brauchen ein Fest wie Weihnachten, wir brauchen eine neue Verinnerlichung, um zu begreifen, welche hohe Würde Gott
selber unserem Leben einräumt. Als Verkündigungsengel erinnert uns die kleine Hedwig
unüberhörbar daran: "He, euch ist ein Kind geboren!" Wenn wir Menschen nur lernen würden, was Weihnachten für
uns bedeutet, indem eine neue Achtsamkeit und Verantwortung, eine neue Zuneigung und Sympathie gerade Kindern gegenüber
erfahrbar werden will.
Auch im Namen unserer Gemeindereferentin, Elisabeth Schwiderski, grüße ich Sie. Ihnen und Ihren Familien wünsche ich
ein erwartungsvolles Zugehen auf unser Fest der Erlösung.
Ihr Pfarrer Wolfgang Guttmann
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2. NACHRICHTEN AUS DEM LEBEN UNSERER PFARRGEMEINDE
- Einen Scheck in Höhe von € 3.700,-- als Erlös des Ausländerfestes vom Sa., 24.09., überreichte eine Abordnung unserer
Pfarrgemeinde dem Hamburger Hilfsverein St. Ansgar. Dieser kirchliche Verein, stadtbekannt unter dem Namen "Alimaus", kümmert sich
leiblich und seelisch um mittellose und obdachlose Menschen. Der Besuch in Hamburg auf St. Pauli bei Schwester
Gerharda, Leiterin der Alimaus, sowie Pater Dr. Karl Meyer, Vorsitzender des Hilfsvereins, war wie das Eintauchen in
eine andere Welt. Im Namen der vielen Gäste (täglich über 500!) nahmen beide diese Spende aus Quickborn
dankbar entgegen. Seit Herbst 1999 ist die Alimaus in einem finnischen Blockhaus in der Straße
Nobistor beheimatet. Wer diese segensreiche Einrichtung der Katholischen Kirche durch finanzielle Mittel
oder auch durch Sachspenden (z.B. gebrauchte Kleider) unterstützen möchte, kann sich an den Hilfsverein St.
Ansgar, Tel.: 040-74214534, wenden. Unser Dank gilt allen, die als Gestalter zum Gelingen des 22. Ausländerfestes beigetragen
haben. Ihrem ausdrücklichen Wunsch konnte entsprochen werden, den Erlös des Ausländerfestes 2005 der "Alimaus" in Hamburg
zukommen zu lassen. Das 23. Ausländerfest findet Sa., 23. Sept. 2006, statt.
- Die Schäden der Tsunami-Katastrophe in Südostasien bleiben unübersehbar. Ein Erlös in Höhe von € 1.150,-- der
Benefizveranstaltung im Januar d.J. mit der Schriftstellerin Sibille Brenner kam spontan den Flutopfern in Negombo - Sri Lanka
zugute. Inzwischen sind weitere Spenden für Fischernetze sowie den Aufbau einer katholischen Schule eingegangen. Bei seinem
Besuch in Quickborn Ende November haben wir dem katholischen Pfarrer von Negombo, Father Nihal Ivan Perera, die
eingegangenen Spenden überreichen können. Über Frau Voß, die gebürtig aus Sri Lanka kommt, werden die Verbindungen in
diese Krisenregion gewiss weiter aufrecht erhalten bleiben.
- Als neue Vertreterin des Pfarrgemeinderates im Kirchenvorstand wurde Sonja Martens bestellt. Die Quickbornerin übernimmt
die Aufgabe von Monika Seimer aus Quickborn-Renzel, die bekanntermaßen zusammen mit ihrem Ehemann eine Beschäftigung in
der Pfarrgemeinde übernommen hat und wegen Unvereinbarkeit ihre Tätigkeit im Kirchenvorstand aufgeben musste. Indem wir Frau
Seimer für Ihre Mitarbeit im Kirchenvorstand danken, wünschen wir Frau Martens in der Doppelaufgabe
Pfarrgemeinderat/Kir-chenvorstand gutes Gelingen und viel Freude.
- Die "Kinderkirche" mit der Kirchenmaus ist zum festen Begriff geworden. An jedem 3. Sonntag i. M. findet parallel zum
Hauptgottesdienst, 10.00 Uhr, im Gemeindehaus ein eigener Gottesdienst für die Kleinen statt. Auch Eltern freuen sich
über dieses seelsorgliche Angebot, weil sie während der Zeit des Hauptgottesdienstes ihre Kinder gut aufgehoben wissen.
Unsere Gemeindereferentin Elisabeth Schwiderski sucht dringend engagierte Eltern, die bei Vorbereitung und Durchführung
gern beteiligt sein möchten und den Gottesdienst der Kinderkirche unterstützen helfen.
- Die wirtschaftlichen Zeiten haben sich für alle beträchtlich verändert, auch für Pfarrgemeinden. Früher ging man davon aus, dass
der Unterhalt einer Pfarrgemeinde durch Kirchensteu-ermittel gedeckt ist. Das ist so nicht mehr. Schon im letzten Jahr schloss
unsere Pfarrgemeinde den Jahreshaushalt mit einem Defizit von € 4.500,-- ab. Nennenswerte Rücklagen besitzt unsere Gemeinde nicht.
Trotz einschneidender Sparmaßnahmen werden wir auch in diesem Jahr, wenn nichts Außergewöhnliches geschieht, um ein Haushaltsdefizit
nicht herumkommen. Vor diesem Hintergrund ist die durch unseren Kirchenvorstand zusammengestellte Wunschliste zu verstehen.
Jede Übernahme von Etatposten durch Wohltäter trägt zu einem geringeren Defizit des Haushaltsjahres 2005 bei.
Dank Ihnen, wenn Sie durch Ihr Engagement zum wirtschaftlichen Unterhalt unserer Pfarrgemeinde beitragen.
- "Los niños lo pueden lograr!" - "Kinder schaffen was!" - unter diesem aus Peru stammenden Leitwort steht die
Sternsingeraktion 2006. Mädchen und Jungen aus unserer Pfarrgemeinde bereiten sich auf dieses Ereignis am So., 08. Jan., vor.
Die Sternsinger kommen an diesem Tag gern in Ihre Wohnung bzw. Ihr Haus und bringen an Ihre Tür mit Kreide das Zeichen
des Segens an: 20 + C + M + B + 06 (Christus Mansionem Benedicat = Christus segne dieses Haus). Zugleich freuen sich die
Sternsinger über Ihre Gabe für die armen Kinder in der Welt, "damit Kinder heute leben können". Im Januar 2005 trugen die
Sternsinger in unserer Quickborner Pfarrgemeinde den stolzen Betrag von € 5.157,51 zusammen. Im Erzbistum Hamburg wurden
über € 439 Tsd. gesammelt, bundesweit über € 47 Millionen. Anerkennung und Dank gilt denjenigen, die zusammen mit unserer
Gemeindereferentin Elisabeth Schwiderski die sorgfältig geplante Aktion durchführen helfen. Wer ausdrücklich
einen Besuch durch unsere Sternsinger wünscht, teile dies bitte im Pfarrbüro mit bzw. trage sich in die
in der Kirche ausliegende Besuchsliste ein.
- Erzbischof Dr. Werner Thissen hat den aus unserer Quickborner Pfarrgemeinde stammenden Pastor Wolfgang Empen
mit Wirkung vom 01.Jan.06 zum neuen Pfarrer unserer Nachbargemeinde St. Hedwig, Norderstedt, ernannt. Die Freude über
diese Ernennung ist auch in unserer Quickborner Pfarrgemeinde groß. Um unsere Verbundenheit mit Pfarrer Empen
sowie unserer Norderstedter Nachbargemeinde zum Ausdruck zu bringen, wollen wir den Einführungsgottesdienst in
der Norderstedter St.-Hedwig-Kirche mitfeiern. Dieser findet statt am So., 22. Jan., 14.00 Uhr. Den erstaunlichen
Weg der Berufung von Pfarrer Empen einschließlich seiner Diakonenweihe am 05.04.03 in unserer Kirche, seiner Priesterweihe
im Hamburger Mariendom sowie der Feier seiner Primiz wieder in unserer St.-Marien-Kirche am Pfingstsonntag 2003
bewahren wir in dankbarer Erinnerung. Unsere Segenswünsche werden Pfarrer Wolfgang Empen auch weiterhin begleiten.
- Zusammen mit Ihren Töchtern Anja, 13 J., und Sandra, 8 J., zieht das Ehepaar Jerzy und Ewa Stach in die
freigewordene Wohnung unseres Gemeindehauses ein. U.a. auch durch Mitgestaltung des jährlich stattfindenden Ausländerfestes
wurde die schon vorher in Quickborn wohnende Familie im Leben der Pfarrgemeinde bereits bekannt. Der Einzug in die Wohnung ist
nicht mit Übernahme von Tätigkeiten für die Kirchengemeinde verbunden, dennoch wird die vierköpfige Familie noch mehr in
das Leben der Pfarrgemeinde hineinwachsen. Familie Stach freut sich sehr auf ihr neues Zuhause im Kurzen Kamp. Wir alle
wünschen ihnen, dass sie sich in ihrem neuen Umfeld wohl fühlen.
- Die Kirchengemeinden Quickborns laden zu vier ökumenischen Bibelgesprächen über das Buch Der Prediger - Kohelet ein:
- Di., 07.02.: Ort: Röm.-Kath. Kirchengemeinde, Quickborn, Kurzer Kamp 2, Moderator: Pastor Dr. Durst, ev.
- Di., 14.02.: Martin-Luther-Kirchengem., Quickborn, Lornsenstr. 21, Moderator: Pfr. Guttmann, r.k.
- Di., 21.02.: Ev.-L. Kirchengem. Quickb.-Hasloh, Quickborn, Ellerauer Str. 2, Moderator: Pastor Fritsch, bapt.
- Di., 28.02.: Ort: Ev.-Freikirchl. Gem., bapt., Quickborn, Harksheider Weg 166, Moderator: Pastor Meyer, ev.-luth.
Die inhaltlich in sich abgeschlossenen Bibelgespräche beginnen jeweils um 19.30 Uhr.
- "Wenn Dein Kind Dich morgen fragt …" - unter diesem Leitwort findet in unserer Pfarrgemeinde im Kalenderjahr 2006 ein
umfangreicher Glaubenskurs statt. Kompetente ReferentInnen werden an 18 Abenden, jeweils dienstags, mit ihren
theologisch-geistlichen Impulsen zum Nachdenken anregen und auf Fragen eingehen. Weisen Sie bitte in Ihrem Umfeld auf
diesen bemerkenswerten Glaubenskurs hin und achten Sie auf Veröffentlichungen. Merken Sie sich schon jetzt
die Veranstaltungen und Termine vor, so wie im beigefügten Prospekt dieses Gemeindebriefes aufmerksam gemacht wird.
Beginn des Glaubenskurses: Di., 21. Febr. 20.00 Uhr.
Pfarrer Wolfgang Guttmann
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3. GOTTESDIENSTORDNUNG
Gottesdienste an den Werktagen:
Eine Übersicht mit den Werktagsgottesdiensten finden Sie hier.
Beichtgelegenheiten:
samstags, 18.00 Uhr in der Versöhnungskapelle; weitere Beichtgelegenheiten nach Vereinbarung und bei den Terminen
Hl. Messe in polnischer Sprache
Am 2. und 4. Sonntag im Monat in Pinneberg, St. Pius, Feldstr. 39 um 11.15 Uhr.
Marien-Café nach dem Hochamt
Nach dem Hochamt sind alle ins Marien-Café (Gemeindesaal) eingeladen.
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4. KRANKENBESUCHE
Unseren Alten und Kranken wird gern ein
Besuch gemacht und die hl. Kommunion ins Haus gebracht. Bitte geben Sie
Nachricht, wenn jemand in Ihrer Verwandtschaft oder in der Pfarrgemeinde
sich auf einen Besuch freut. An dieser
Stelle gilt unseren kranken und älteren Gemeindemitgliedern ein besonders
herzlicher Gruß.
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5. CARITAS
Kurzer Kamp 2, 25451 Quickborn
Tel. + Fax: 04106 / 82375
Sprechzeiten: dienstags: 14-17 Uhr, freitags: 9-12 Uhr
Der Migrationsdienst ist ein Fachdienst der Caritas. Neben sozialpädagogischer Arbeit hat bei der Beratung die Berücksichtigung der
jeweiligen Sprache und Kultur eine besondere Bedeutung.
In unseren Beratungsstellen werden MigrantInnen aus unterschiedlichen Kulturen beraten. Das verlangt von uns
BeraterInnen natürliche Weltoffenheit sowie ein hohes Maß an politischem und kulturellem Interesse.
Die Sorgen aller Ratsuchenden sind unterschiedlich:
- rechtliche Fragen (wie z.B. Ausländergesetz);
- familiäre Fragen (wie Ehe- / Partnerschaft oder Erziehungs / Generationskonflikte);
- soziale Fragen (wie Arbeitsplatz oder Wohnraum);
- schulische oder berufliche Perspektiven,
- sowie Erkrankung, Behinderung, Suchtgefahr oder Strafsachen und viele andere.
Wir beraten persönlich, begleiten und vermitteln im Sinne größtmöglicher Integration.
Unsere Kooperationspartner sind u.a. öffentliche Stellen, Fachdienste, Kirchengemeinden, Bildungseinrichtungen, Justiz.
Wir erfüllen den Auftrag der Kirche durch unser christliches Menschenbild.
Für die Unterstützung, die ich in der Quickborner Pfarrgemeinde erfahren darf, danke ich im Namen aller Ratsuchenden.
Andja Zdravac - Dipl.-Sozialarbeiterin
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6. DEKANAT
Dekanatsjugendreferentin: Frau Melanie Gerhardt.
Zu allen Dekanatsjugendveranstaltungen gibt es weitere Informationen im Dekanatsjugendbüro:
Kath.-Jugend Dekanat Itzehoe
Beselerstr. 4a
25335 Elmshorn
Tel.: 04121-261241 FAX: 04121-261242
E-Mail:dekanatsjugend-iz@web.de
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